Gedicht für den Einen – Das Gefühl gehört dir

GefühlAm Fenster stehend lausche ich der Stille
und berauschend ist die Stund.
Nichts begehrt in dieser Zeit mein Wille, fest geschlossen ist mein Mund.

Gedanken und Gefühle wecken mir das Sehnen.
Baum, Haus, Mensch und Tier
spiegeln sich in leisen Tränen.
– ach, wärest Du bei mir.

Nun schwingt empor sich eine Vogelschar zum Flug,
ich wünsche mich drunter,
ich, ich ein Vogel im regen Zug.

Tief brennt der Atem in meiner Brust
und fließt zurück ins Herz.
Der Wille kam ganz unbewusst
– ach, wie es gänzlich schmerzt.

Schützend senken sich die Augenlider,
kühlt das Brennen ab in mir.
Ich weiß, ich seh Dich wieder,
denn mein Gefühl gehört nur Dir.

Gedicht: Die Schneekugel

Panisch kletter ich die Straße entlang und die Anderen runter,Schneekugel
Ich kann sie sehen, steigen aus dem Rauch und werden munter.

Los, lauf, bevor sie dich fassen, dich mit Liebe erschlagen, diese Affen!
Jede Berührung tut mir weh, lauf weg… er fällt schon, der rote Schnee!

Alle Gravitationsfeinde in Richtung Glück, ich will nicht zurück!
Erhebe mich aus eurem Geduselsumpf und folge mir selbst in Richtung Triumpf!

Still! Bleib stehen! Schließ schnell die Augen, ich will sie nicht sehen.
Kann sie riechen, hör sie atmen und lautes Flüstern lässt mich ahnen wo sie sind.

Was sind das nur für Menschen mit fundamentalgewachsenen Zukunftsvisionen,
die damit in alle Köpfe platzen? Ich kann es spüren, jetzt ist es soweit.
Ein tiefer Schmerz, eine brennende Hand…sie zieht mich an, sie zieht mich ein… ich will und kann nicht Schrein!

Schwarze Augen gaffen in mich hinein, bedrohen mir mein Ich-Sein.
Münder formen Worte, kann sie nicht verstehen, gehören zu einer anderen Sorte…
Ich kenn sie alle, die da stehen und zu mir runter sehen! Was wollen die hier? Lasst mich gehen!
Jahre hab ich geschwiegen und bin fast erstickt an diesen süßen virulenten Lügen!

Mit Kraft zerschlage ich das Glas, der Schaden ist groß.
Giftige Splitter zerfleischen meine Hände und meinen Schoß.
Der Schnee wird weiß und fängt an zu brennen. Bestrickt und entzückt fang ich an zu schwingen,
zu baumeln und mit mir zu ringen.
Ja, schaut mir ruhig zu und fangt nur an in meiner Scham zu baden.
Ich spende euch die Seife und greife… in den weißen Schnee…

Das Glas ist kaputt – so viel steht fest. Die Flüssigkeit rinnt und es weint, das kleine Kind.
Wollte ich doch nur einmal greifen dieses kleine Ding.
Augen leuchten, wenn sie es sehen, Herzen springen und Kinder singen, stimmen ein mit Heiligenschein.

Gedicht: Ängstlicher Mann

Ich ging im Kreise,
sehr eintönig diese Reise.Ängstlicher Mann

Dacht, war angekommen hier bei mir,
da standest du vor dieser Tür.

Blicke hatte ich schon durch den Raum geschmissen,
auf der Suche nach diesen Blicken.

Plötzlich traf ich zwei Augen
und wollte es zunächst nicht glauben…

Herz klopft….
Gedusel und Hirnschmalz tropft…

Du gehst! Ich knurre.
Ja, geh du nur und lass mich murren!

Ängstlicher Mann,
fliehe aus meinem Land!
Hinterlasse tote Sümpfe,
Nebel zieht auf und verweben milchige Ausflüsse in meinem Kopf.
Hier und jetzt, unzertrennlich – Ich drück auf den Knopf.

Das Spiel beginnt von vorn:

Am schilfigen Ufer seh ich Augen ohne Kopf liegen,
sich sanft in Liebessaft sich wiegen.
Nähe, Gefühl und Zärtlichkeit,
Mörderhülle! Insekten meinen Bauch zerfressen,
kann diese Augen nicht vergessen.
Sehnsucht brennt sich in die sanften Nachtgänge,
und fette zuckende Kröten quaken romantische Klänge.

Ängstlicher Mann,
fliehe aus meinem Land!
Sei gefühlos, leichtbeschwingtes Herz!
Lehne dich nicht an mich, denn es schmerzt!
Zerreiße mich, ich klage nicht!
Genieße dich in vollen Zügen,
und werden für uns beide lügen!

Wandle zwischen Freud‘ und Leid
In der Einsamkeit.
Ich weiß um deine Angst, um deine Suche und um deine Gedanken,
weiß wie es ist unter all den Kranken!

Schließ die Augen und schließ die Tür!
Dann wirst du nie wissen ob das Gefühl da war und wofür!

Gedicht: Gedanken treiben Spiele

Gedanken treiben wilde Spiele,
du siehst genau was ich denke, wie ich fühle!Gedanken

Nimmst mich an die Hand und tauchst mit mir ab
in dein reines Gedankenland

Eine Reise beginnt:

Du flüsterst ihr sinnige Worte ins Ohr,
ach, so hat sie es noch nie vernommen zu vor.

Deutlich zwischen den Zeilen ,
wie gemeinsame Worte an einander reiben.

Es tut ihr so gut,
überrollt von deiner Gedankenflut.

Deine Hand kämpft sich rasch vor,
langsam steigt ungestillt die Lust empor.

Sie schaut dich an,
du ziehst ihren Körper an nah an dich heran.

Haut auf Haut,
jetzt wird der Anfangsstille Einhalt geboten,
es wird laut.

Lippen schieben sich gierig über ihre nackte Gestalt,
er hat sie nun völlig in seiner Gewalt.

Tapfer lässt sie es geschehen,
seine Nähe ist so unendlich angenehm.

Der sexuelle Vorgang ist kaum noch zu ertragen,
sie hält die Luft an und er will es nun endlich wagen.

Die Gedanken sind verschwunden,
allein die geladenen Teilchen drehen ihre Runden!

Raum und Zeit sind untergegangen,
zwei Körper, ein Geist im Universum gefangen.

Tick, Tack,Tick,Tack…. Brrrrrrrrrrrrrrrrr,
der Wecker klingelt, wach?

Wie bitte? Was? – Ein Gedicht

Wie bitte? Was?

Eure Münder formen Worte … bitte, welcher Sorte?bitte
Ich erkenne keinen Sinn… versteh´die Intention nicht darin?
Ich verstehe euch nicht… bitte holt mich vom Dunkel in s Licht!

Bedeutung? Gefühl? Sinn? Wort? Wie bitte?

WAS WOLLT IHR MIR SAGEN…

Fragt mich doch verständliche Fragen…
Ihr redet und füllt das Nichts…gleich wie ein törichter Taugenichts.
Sichtlich absichtlich und zuversichtlich ganz übersichtlich.
Erst schlüssig flüssig, dann ist es überdrüssig und überflüssig…
Intention ist nur ein Wort…gesprochen ist es doch nur fort!

Gedicht über den eigenen Wettlauf

der Wettlauf beginnt…

Wer bin ich denn?Wettlauf

Was muss ich mir noch alles gefallen lassen, bevor ihr alle merkt, dass nichts mehr geht?
Das mein Lebenswille für dieses primitive Leben einfach verweht?

Ich kämpfe gegen mich und den Rest und bin doch am verlieren,
Ich bin doch viel zu dumm um eure Welt zu kapieren.

Für euch ist das Leben meist ein Genuss,
ihr habt alles was ihr wollt im Überfluss.

Überfluss den hab ich auch,
doch bekomm ich nie das was ich wirklich brauch.

Was brauch ich denn?!

Oh nein, ich merke es, der Trieb fängt an zu brennen.
Mein Puls, er steigt und ich steh jetzt auf und fang an zu rennen.

Verzweiflung steigt auf in mir und ich renne weiter,
es fehlen immer mehr Sprossen auf meiner Lebensleiter.

Stundenlang bin ich nun am Laufen,
verlagere mein Innerstes zu euch nach außen.

Ich halte an,
bin an dem Punkt, wo ich nicht mehr rennen kann.

Mir tut alles weh und auch wenn ich weiter geh,
werd ich es nie schaffen, wie oft hab ich euch um Verständnis angefleht?

Ich schreie meine Gefühle in den Wind,
ich bin nicht mehr euer Kind.

Bin allein und will nicht mehr ich selber sein.
Ich mache mich krank,
kann mir nie das geben was ich selbst von euch verlang!

Ich stelle es ab, ich hab es lange schon bedacht.
Ich höre jetzt auf, denn mein Atem brennt in meiner Brust.
Der Schmerz macht taub und führt endlich zum Gefühlsverlust.

Ein blutiges kaltes Lächeln wird das letzte sein,
was auf meinem Gesicht für euch scheint.

Und vergessen werdet ihr mich, so wie ihr alles um euch herum vergesst
Danke, ihr habt das stumpfe Messer gekonnt an meiner Lebensader angesetzt.
Einfach durch zu ziehen, dazu ward ihr zu feige,
aber das konnte ich auch gut alleine.

Mut ist nicht das was mir fehlt, ich bin nur die, die euch niemals quält.

Gedicht über das was ich weiß

Was ich weiß

Ich weiß da ist noch mehr,
Lass uns laufen, lass uns beide nur an uns selbst verkaufen.weiß

Ich weiß du bist da,
Lass uns beide zusammen sein im Geist vereint so nah.

Ich weiß du hast Angst,
Lass uns sie besiegen und gemeinsam über unseren Horizont fliegen.

Ich weiß du bist einzigartig,
Lass mich dich entführen und deine emotionale Seite berühren.

Ich weiß eigentlich nicht viel, bin die meiste Zeit nach Außen eher kühl.
Lass uns vereinen die Emotion und sie wird irgendwann zur Motivation für die Gabe uns selbst zu lieben, um zu finden den verdienten inneren Frieden!

Gedicht über unsere Vernunft

Bei mir ist überall Vernunft ein Sündenfall.
Ich habe zu viel von ihr, sie verdirbt mir das Kreative,Vernunft
werde sie zerstören als erste Initiative.
Stelle mein Denken ab und werfe mich ins süße Grab!

Fang mich auf, nimm das Abnormale einfach in Kauf!
Du wirst mich nicht ändern, hab es selbst so oft versucht
und oh ja, ich bin dafür nicht geschaffen, nicht für diese Welt der einfachen dummen Affen!

Ich stehe oft im Rampenlicht und jeder mit seiner engen Sicht
ist für mich nur ein kleiner Wicht.
Ich rede und hör mich nicht…du bist die Kraft, die mein stilles Schweigen bricht.

Lass mich in deine Seele sehen und lass mich dich doch ganz verstehen.
Ich werde dir nichts tun, du kannst in mir ganz friedlich ruhen.
Versprechen kann ich nur eins, deine Angst ist kleiner als sie für dich scheint.

Wir werden zusammen den Rahmen brechen,
die verhöhnte Vernunft lernt bei uns eine neue Sprache sprechen.

Ich habe den Entschluss schon längst gefasst
und dabei die reale Gelegenheit schon verpasst.

Dies soll mir nicht noch einmal passieren,
es wäre für unser Leben viel zu gravierend!

Gedicht: selbstverständlich

Die Sonne… selbstverständlich.selbstverständlich
Der Himmel… selbstverständlich.
Das Wort… selbstverständlich.
Der Glaube… selbstverständlich.
Die Hoffnung… selbstverständlich.
Das Gefühl… selbstverständlich.
Die Tat… selbstverständlich.

Was ist mit mir?!
Bin ich denn auch nur selbstverständlich!?

Ihr schickt mir die Sonne und meint den Himmel.
Ihr sendet mir das gespaltene Wort und redet vom tiefen Glauben.
Ihr bringt mir das Gefühl, ich fang an zu lieben
und schafft es den Verstand zu rauben.
All das lässt mich freudig hoffen.

Doch die Tat ist es zum Schluss, die Verwirrung stiftet mit dem Widerspruch betroffen.
Selbst Schuld, denn habe ich geglaubt, geliebt und war am hoffen…
Ich bin selbstverständlich für alle eure zarten Lügen offen.

Was damit wohl bewiesen wäre, selbstverständlich bin ich nur ich, auch ganz ohne Gewähr!