Gedicht: Ängstlicher Mann

Ich ging im Kreise,
sehr eintönig diese Reise.Ängstlicher Mann

Dacht, war angekommen hier bei mir,
da standest du vor dieser Tür.

Blicke hatte ich schon durch den Raum geschmissen,
auf der Suche nach diesen Blicken.

Plötzlich traf ich zwei Augen
und wollte es zunächst nicht glauben…

Herz klopft….
Gedusel und Hirnschmalz tropft…

Du gehst! Ich knurre.
Ja, geh du nur und lass mich murren!

Ängstlicher Mann,
fliehe aus meinem Land!
Hinterlasse tote Sümpfe,
Nebel zieht auf und verweben milchige Ausflüsse in meinem Kopf.
Hier und jetzt, unzertrennlich – Ich drück auf den Knopf.

Das Spiel beginnt von vorn:

Am schilfigen Ufer seh ich Augen ohne Kopf liegen,
sich sanft in Liebessaft sich wiegen.
Nähe, Gefühl und Zärtlichkeit,
Mörderhülle! Insekten meinen Bauch zerfressen,
kann diese Augen nicht vergessen.
Sehnsucht brennt sich in die sanften Nachtgänge,
und fette zuckende Kröten quaken romantische Klänge.

Ängstlicher Mann,
fliehe aus meinem Land!
Sei gefühlos, leichtbeschwingtes Herz!
Lehne dich nicht an mich, denn es schmerzt!
Zerreiße mich, ich klage nicht!
Genieße dich in vollen Zügen,
und werden für uns beide lügen!

Wandle zwischen Freud‘ und Leid
In der Einsamkeit.
Ich weiß um deine Angst, um deine Suche und um deine Gedanken,
weiß wie es ist unter all den Kranken!

Schließ die Augen und schließ die Tür!
Dann wirst du nie wissen ob das Gefühl da war und wofür!

AradiA

Medienmanagerin B.A.